Ernährungsbildung verbindet: Projekttage in Niederschlesien
Im September 2026 standen für mehr als 150 Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen von Schulen aus Hoyerswerda, Räckelwitz, Wittichenau, Lubomierz und Lubań drei besondere Projekttage auf dem Programm. Im Ernährungszentrum in Radomierz beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Frage, wie die eigene Ernährung nachhaltiger, regionaler und bewusster gestaltet werden kann.
Optimale Lernbedingungen
Das Ernährungszentrum in Radomierz bot dafür einen besonderen Lernort. Abseits des klassischen Unterrichts konnten die Schülerinnen und Schüler nachhaltige Ernährung mit allen Sinnen entdecken. Neben theoretischen Informationen standen vor allem praktische Aufgaben im Vordergrund. Gemeinsam wurde überlegt, welche Lebensmittel in der Region erzeugt werden, welche Produkte gerade Saison haben und wie sich Transportwege auf die Umwelt auswirken. Die Schüler waren auch überrascht, mit welchen einfachen Verfahren Lebensmittel haltbar und damit bevorratet werden können. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass in der jüngeren Vergangenheit deutlich geworden ist, dass Lebensmittel nicht immer zu jeder Zeit in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen. Gleichzeitig kommt es immer wieder zu Lebensmittelverschwendung. Deshalb wurde auch gezeigt, wie Reste in der Küche sinnvoll verwertet werden können. Durch praktische Übungen wurde gezeigt, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag eine Wirkung haben können. Dabei waren Kreativität, Teamarbeit und gegenseitiger Austausch gefragt.
Viele Gemeinsamkeiten
Trotz unterschiedlicher Sprachen und kultureller Hintergründe fanden die Teilnehmer schnell heraus, dass sie einiges verbindet. Viele Lebensmittel, Essgewohnheiten und Traditionen sind in der deutsch-polnischen Grenzregion ähnlich – gleichzeitig gab es interessante Unterschiede zu entdecken. Die gemeinsame Arbeit zeigte: Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen. Um unsere Umwelt zu schützen und unsere Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen, braucht es Wissen, Engagement und Zusammenarbeit – über Klassen, Schulen und Ländergrenzen hinweg.
Drei Tage voller Erfahrungen
Die drei Projekttage im September 2026 waren weit mehr als eine Unterrichtsveranstaltung. Sie boten den Jugendlichen die Möglichkeit, Neues zu lernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig andere Schülerinnen und Schüler kennenzulernen. Mit vielen neuen Eindrücken und Ideen kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend an ihre Schulen zurück. Vielleicht wird die eine oder andere Idee aus Radomierz auch zu Hause weitergeführt – beim nächsten Einkauf, beim gemeinsamen Kochen oder einfach beim bewussteren Umgang mit Lebensmitteln. Die Projekttage haben gezeigt, dass nachhaltige Ernährung ein Thema ist, das junge Menschen bewegt und bei dem jeder einen Beitrag leisten kann.
Möglich gemacht wurden die grenzüberschreitenden Projekttage mit Hilfe der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
